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Artikel: Powerkiting mit Stabdrachen/Großdrachen

Powerkiting, aber richtig ! (hier: Stabdrachen/Großdrachen wie S-Kite, Pure, Mirage etc.)

Eigentlich braucht man nur einen zugstarken Drachen, die älteste Jeans und ein Arschleder. Ich setze voraus, daß die Handschlaufen oder Powergrips gepolstert sind und die Leinen je nach Zugkraft des Drachen, ausgesucht wurden. Der Hersteller wird in seiner Beschreibung auf die Leinenstärke eingehen. Haltet euch bitte daran. Ich neige eher dazu, die nächst höhere Leinenstärke zu fliegen, da auch der Wind sich nicht strikt an 4 - 5 Bft hält. Auf der Wiese gehört festes Schuhwerk zur Grundausstattung. Ab Herbst sowieso. Denn die Wiesen sind feucht und wenn du stundenlang fliegen willst, sind nasse Füße nicht so toll. Eine Mütze/Hut oder Cap sind sinnvoll, sowohl im Sommer als auch im Winter. Die Sonnenbrille ist immer dabei. Nichts ist schlimmer, als den Drachen in die Sonne fliegen zu müssen, weil... der Wind die Richtung bestimmt. ;-)). Wenn du Turnschuhe trägst, wird das Rutschvergnügen im Stehen oder in der Hocke etwas eher einsetzen. Nur ist die Standfestigkeit nicht mehr ganz so hoch *g* Ein Trapez wird wichtig, wenn die Drachen stärker werden, oder du mit weniger Kraftaufwand länger fliegen willst.
Es juckt einem schon in den Fingern bei 5 - 6 Bft seinen "Superkite" aufzubauen, aber glaubt mir bitte.... nichts ist schlimmer als Selbstüberschätzung. Auch wenn es hundertmal gut gegangen ist, irgendwann erwischt dich die für dich bestimmte Böe und du wirst auf die Wiese gedonnert. Wenn du Glück hast, dann ist nur deinem Drachen etwas passiert, und du kommst mit mittelschweren Blessuren davon, aber es ist und bleibt gefährlich für Leib und Leben. Da ich nicht so leicht loslasse, mußte ich so manche Verletzung tage- respektive wochenlang auskurieren. ;-(

Damit das klar wird....POWERKITEN ist eine RISIKOSPORTART!!! (obwohl sie offiziell nicht als Risikosportart eingestuft ist)

Das Fliegen von großen Lenkdrachen oder sogenannten "Riesen" ist nicht ungefährlich. Es entstehen Zugkräfte die im normalen Leben nicht vorkommen (bis 400 kp). Selbst die Flugschnüre können eine Gefahr für den Piloten und/oder Unbeteiligte werden. Fluggeschwindigkeiten um 60/70 km/h sind schnell erreicht und lassen Lenkschnüre zu einer messerscharfen Waffe werden. Moderne Großdrachen sind Stabdrachen mit Spannweiten von 4,00 - 6,00 m und mehr. Sie wiegen teilweise bis zu 3,5 kg!!! Sie sind zwar aus high-tech Material und sehr widerstandsfähig / bruchfest, aber ein Zusammenstoß mit Lenkdrachen in voller Fahrt führt automatisch zu schwersten Verletzungen. Ein abschmierender Großdrachen aus 30 m Höhe schlägt ein Loch von 5 cm Tiefe in den Acker (Spatenlandung: Mit der Drachenspitze pfeilgerade runter in den Boden). Ich brauche keinem zu erläutern, was passiert wenn man einen Menschen auf diese Weise trifft. Vergleichbar einem Treffer aus 2 m mit einem Diskus. Selbstüberschätzung und Leichtfertigkeit führen konsequent zu leichten bis schweren Unfällen. Diese Hinweise sind absolut ernst gemeint. Es geht um eure Sicherheit und die von Passanten / Spaziergängern / Besuchern. Achtet darauf, daß auch andere Powerkiter sich entsprechend verhalten. Unkenntnis über Powerkites und deren Flugverhalten, sind die Ursachen eigener Verletzungen und schlimmer noch, die von Unbeteiligten. Folgende Sicherheitsregeln sollten möglichst eingehalten werden: Bevor Du einen Powerkite fliegen kannst, ist eine praktische Anleitung in den grundlegenden Flugtechniken absolute Notwendigkeit. Es wird auf deiner Wiese oder am Strand bestimmt jemanden geben, der dir die nötigen Tipps geben kann, denn Erfahrungen die man selbst sammeln muß werden meistens teuer und schmerzhaft. ;-)) Ein großes Gelände ohne Hindernisse (wie Hochspannungsleitungen, Bäume, Häuser, Strandkörbe etc.) ist Voraussetzung für das Powerkiten. Fliege nicht über Personen oder Tiere. Ich stand mal auf einer Wiese in der Nähe eines Reiterhofes. Jedes Pferd was vorbeikam machte dem Reiter erhebliche Probleme obwohl ich 100 Meter entfernt war. Haltet Abstand, mind. 3-fache Leinenlänge und plant Platz für Abstürze ein.

Bodenbeschaffenheit prüfen, nichts ist schmerzhafter, als auf einer Wiese in einen Kaninchenbau zu treten und der Drachen powert bedingungslos weiter. Festes Schuhwerk und strapazierfähige (oder älteste) Kleidung und Handschuhe anziehen. Ein Helm sieht manchmal uncool aus, aber verantwortungsbewußte Powerkiter, die sich z.B.: auf Landboarding spezialisiert haben, (ATB) fahren nie ohne Helm. Rückenprotectoren sind ebenfalls in unserem Sport sinnvoll. Starte keinen fremden Powerkite bevor du dich vergewissert hast, wie das Teil zu bewegen ist (Startverhalten? Langsamer Druckaufbau? Geschwindigkeit? Lenkverhalten? etc.).

Gib deinen Powerkite nur an erfahrene Kiter zum "probefliegen", es sei denn du möchtest deine Kenntnisse über Reparaturtechniken ausweiten. Ein Anfänger, der bisher nur gutmütige Allrounder geflogen ist, wird mit einem S-Kite, Pure oder Mirage, egal welcher Größe, hoffnungslos überfordert sein. Wenn du mit Powerkiten beginnst, solltest du dir erst einen Drachen kaufen, der deinen Fähigkeiten entspricht. Taste dich nach und nach in die höheren Preisklassen oder Spannweiten. Auch beim Powerkiten gibt es die verschiedensten Modelle. Alle haben spezielle Formate und sind für den vielfältigen Einsatz gebaut. ( Buggykiten, Jumpen, Pullen, Kitesurfen, Snowkiten oder Wiesen/Strandrutschen mit dem Arschleder). Windstärken ab 5 bft und böiger Wind stellen auch erfahrene Kiter vor manche Probleme.

Deshalb lautet mein Grundsatz: Je stärker der Wind um so kleiner die Kites. Allerdings erhöht sich überproportional die Geschwindigkeit. Was z.B. die "kleine" Pure von M Ryll oder die "Bad Widow" von HQ bestens beweist.

harry_germany / PoWie-Kiter

Artikel : Wie harry_germany zum Drachenfliegen kam.

Eine Geschichte, die jedem hätte passieren können.

Es gibt Dinge, die kann man einfach nicht erklären. Genauso geht es mir bei der Beschreibung meiner neuesten Leidenschaft.

Alles fing mit einem Spanienurlaub 2000 an. Am Strand von Ampuria Brava/Rosas bewunderte ich aus angemessener Entfernung einen Drachenflieger. Er kurvte mit seinem Drachen in einer Art und Weise, die einen förmlich zwang hinzuschauen. Heute weiß ich, daß es ein guter Trick-Kiter gewesen sein muß. Manchmal wußte ich nicht wo ich zuerst hinschauen sollte, auf die zupfenden Hände oder auf die tollen Tricks, die in 0,30 m bis 15 Meter Höhe stattfanden. Manche Tricks hab ich bis heute nicht verstanden, geschweige denn selbst geflogen. Noch am gleichen Abend faßte ich den Entschluß: "Ich will das auch machen!!"

Gesagt getan. Der abendliche Promenadenspaziergang führte mich natürlich direkt in den nächsten Souvenir-Laden. Glücklicherweise hatte dieser Laden auch ein paar Lenkdrachen, die von klein bis groß, schön verpackt im Regal standen. Ich hatte bis dahin Null-Ahnung vom Drachenfliegen, O.K. .... als Kind habe ich auch Drachen gebaut, die mit Buntpapier und dünnen Fußleisten und von Mehlpampe zusammengehalten wurden. Aber gut geflogen sind die Teile nie. Etwas war immer verkehrt. Mal war es der Schwanz des Drachen, der dann mit Grasbüscheln beschwert wurde, mal waren es die Waage-Einstellungen, die man damals nur erstürzen konnte.

Ich nahm natürlich einen großen Drachen, zumindest glaubte ich das, denn er hatte die größte Standhöhe im Regal. Leider hatte er auch den höchsten Preis. Ich fühlte mich irgendwie über den Tisch gezogen als der Verkäufer mir sagte: " 8.000.- Pesetas, bitte"

Ooops!

Natürlich ließ ich mir meine Überraschung nicht anmerken, schließlich wollte ich ja das Teil unbedingt haben . Meine Frau blickte mich irritiert an und krallte ihre Hände um ihre Geldbörse. Sie hegte die Vermutung, daß ich nur aus Spaß das Drachenfliegen beginne und nach dem Urlaub den Drachen in den Keller lege. Ich begann sofort mit den besten Vorsätzen zu argumentieren: "Schönes Teil, viel Bewegung, nicht nur faul in der Sonne liegen, kann man auch bei bedecktem Himmel fliegen, Schnüre sind dabei, etc. etc." und außerdem..."Wenn ich schon mal was haben möchte." ... Das saß!!!

GEKAUFT !!

Der nächste Morgen.

Ich ging mit stolz geschwellter Brust und dem Paket unter dem Arm an den Strand. Sonne satt. Nix Wind. Pah... ich laß mich doch nicht abschrecken... irgendwann kommt Wind! Um die Zeit zu überbrücken begann ich das Teil aufzubauen. Oh, Gott... Schnüre ohne Knoten, eine Waage, von der ich überhaupt nicht wußte, wie sie eingestellt wird und keinerlei Bezugspunkte. Also erinnerte ich mich an meine Kinderdrachenzeit und legte die linke/rechte Waageschnur zur Mitte und stellte ohne jeglichen Zweifel fest... so wird er fliegen. Ja, ja, ja... kindliche Einfalt und neuzeitlicher Drachenbau schlossen sich allerdings aus, weil der Drachen jetzt zwar `ne vermutete Waage hatte, aber immer noch keinen Wind im Segel, also war warten angesagt. Das Teil lag gelangweilt, (so wie ich) im warmen Sand und wartete, (so wie ich) auf entsprechenden Wind.

Um die Mittagszeit kam dann endlich etwas Wind auf, ich sprang aus meinem Liegestuhl und verknotete die beiden Schnüre mit einem Hausfrauenknoten an den, von mir vermuteten und geknüpften Waagepunkten. (Heute weiß ich, daß es nur zuwenig Wind war, aber laßt mich weiter berichten.) Mit professioneller Eleganz schritt ich zum Dünenrand und stellte den Drachen an ein Gebüsch. Genauso wie es die spanische Anleitung empfahl. Da stand was von 15 m und ein kleines Männchen-Piktogramm versuchte mir zu erklären, wie der Drachen zu starten sei. Alles Theorie dachte ich und machte es so wie in Kindertagen... Arme hoch und rennen...

NIX PASSIERT... der Drachen geht hoch, dreht nach rechts und landet mit schnellen Drehungen kopfüber im Sand. Nach etlichen Versuchen und einem verbrannten Rücken, gab ich nach 2 Stunden entnervt auf. Der Drachen flog einfach nicht. Meine Frau blickte erwartungsgemäß vorwurfsvoll, die Strandnachbarn... eher mitleidig. Inzwischen war der Wind ebenfalls nicht mehr auf meiner Seite. Letzter Versuch einer Trimmung. Ich hatte mittlerweile so viele Knoten gemacht, daß ich mich nicht mehr entscheiden konnte, welcher denn jetzt genommen werden sollte. Egal wie die Waage eingestellt wurde. Der Drachen machte immer dasselbe. Rauf.... schnelle Rechtsdrehungen... runter. Ich wieder ran an die vermutete Waage, höher? weiter? länger? kürzer? Keine Ahnung... der Tag neigte sich so langsam dem Ende und meine Begeisterung für` s Drachenfliegen auch.

Danach verschwand der Drachen in den Koffer und nach dem Urlaub natürlich.....in den Keller. Nach diesem Urlaub versuchte ich es noch mehrmals auf unserer Wiese hinter meinem Grundstück, aber außer Frust und viel Laufarbeit passierte nicht mehr viel. Die Verzweifelung nahm zu, gewann schließlich die Überhand und jetzt hatte ich keine Lust mehr, zumal die Wiese im Jahre 2001 bebaut wurde.

Es mußte wiederum 1 Jahr vergehen, bis ich wieder auf die Idee kam, den Drachen aus der Versenkung zu holen. Kurz vor meinem diesjährigen Urlaub (2002) erzählte ich einem Arbeitskollegen, daß ich wieder nach Spanien fahren würde. Er sagte mir, daß er in diesem Sommer in Dänemark war und er sich dort einen Drachen gekauft hätte. Nach einem kurzen Gespräch stellte ich fest, daß ich immer noch keine Ahnung von Lenkdrachen hatte. In meiner Not bot ich ihm meinen EOLO Sport an, damit er ihn begutachtete. (Ich war immer noch der Meinung, daß ich gerne das Drachenfliegen erlernen wollte.) Er sah sich beim nächsten Treff den Drachen an und ich erkannte so etwas wie Ratlosigkeit in seinem Gesicht.

Die erste Frage war natürlich: " Wer hat dir denn diese Waage gebastelt ? Um ihn nicht ganz als Kollegen zu verlieren antwortete ich ihm: " Ein offensichtlich ahnungsloser Spanier der versucht hat das Teil in die Luft zu bekommen. Aber es fliegt nicht." Damit war ich aus der Nummer erst mal raus. Mein Arbeitskollege schaute sich das Teil an, prüfte hier, prüfte da. Knotete hier und dann mal da. Er war richtig beschäftigt. Mittlerweile weiß ich, daß es eine Aktiv-Waage sein mußte, (mit zusätzlichen Waageschenkeln zum sichern) denn nach 15 Minuten gab er auf und sagte: " Weißt du was? Nimm meinen Drachen mit in den Urlaub, denn der fliegt wenigstens. Laß mir deinen Drachen hier, ich versuche dem Teil eine vernünftige Waage zu basteln."

Endlich....ich hatte einen flugfähigen Drachen, der auch bei wenig Wind startete und schnell unterwegs war. Im Urlaub habe ich nach 5 Stunden fliegen eine Tube Voltaren Sportgel verbraucht und lag danach zwei Tage nur am Strand, um mich zu erholen. Mir tat aber auch alles weh.... Handgelenke, Nacken, Waden, Arme, Beine... einfach alles. Aber ich bin geflogen und das nicht mal schlecht. O.K. konstante leichte Brise ca. 2-3 bft. und lange Leine. Mir hatte es jedenfalls Spaß gemacht, auch wenn es zeitweise so aussah als wollte ich den ganzen Strand umarmen. *g* Tricksen war unmöglich. Ich war froh, wenn das Teil in der Luft war. Außerdem war kein anderer Kiter am Strand, von dem ich was hätte abgucken können. ;-((

Am 4. Tag (der Muskelkater war ausgeheilt) kam das Teil wieder in`s Strandgepäck. Ermutigt vom letzten Erfolg, begann ich Loopings zu fliegen, bzw. versuchte es. Das Teil flog alles.... nur keine Loopings. Bevor es dazu kam landete der Drachen kopfüber im weichen Sand. Nach mehreren harten Landungen hat ich es endlich begriffen.... dieser Drachen hatte einen Radius, der mindestens 30 m Höhe forderte und niemals nicht, sich am Windfensterrand befinden sollte. Heute weiß ich das, aber damals brachte es mich schier zur Verzweiflung. Was wußte ich von Windfenstern?! Der darauf folgende Tag war nur Luftmatratzen-Schwimmen angesagt, um den Muskelkater besser zu ertragen. Von den Brandblasen die ich bekam, weil ich glaubte den Drachen bei liegender Leine ( nur die Leinen in der Hand), aus kurzer Distanz zu starten, ganz zu schweigen. Ich war trotz alledem absolut begeistert, konnte aber meine Frau nicht von einem neuen Drachenkauf überzeugen. Also weiter mit dem geliehenen Teil. Die Tage vergingen genauso schnell, wie mein Muskelkater und als ich wieder zu Hause war, war mein erster Gedanke: Wie wird wohl mein zurückgelassener Drachen fliegen ?

Mein Arbeitskollege gestand mir, daß er es nicht geschafft hatte, meinen Drachen zu bändigen und war froh, daß sein Drachen noch ganz war. Ich weiß bis heute noch nicht, was ich im letzten Urlaub geflogen bin, aber eins wußte ich... daß ich jetzt einen neuen Lenkdrachen kaufen werde!! Mein EOLO Sport hat immer noch keine flugfähige Waage, aber er erhält von mir einen Ehrenplatz in meiner Drachentasche.

Denn... wo gibt es schon eine Infizierung mit dem Drachenvirus, ohne daß der Verursacher jemals in der Luft war??

harry_germany / 2002

EDIT: AUGUST 2009 Tja Leute...im Laufe der letzten Sieben Jahre hat sich einiges bei mir getan. Ich habe inzwischen alle Facetten des Drachensport´s kennenlernen dürfen. Vom reinen Power-Kiten mit Großdrachen bis hin zum Kitesurfen. Eine sehr lange Phase, bis hin zur Teilnahme an div. Wettbewerben, war mein großes Engagement im Bereich Trickflug. (2007-2009)

Mittlerweile (06.09) habe ich mich komplett dem Buggykiting zugewand und würde am liebsten jedes Wochenende nach Holland. Es macht Riesenspaß mit dem Buggy unterwegs zu sein. Das Gefühl der Geschwindigkeit, der Kampf mit dem Wind, das alles zusammen genießen mit netten Gleichgesinnten ist einfach nur goil !

YES, SIR.....I CAN BUGGY !

Artikel: Drachenfliegen für Einsteiger.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Wir alle haben einmal angefangen und waren genauso ahnungslos, wie Neulinge mal eben so sind. Ob es die Terminologie/Fachsprache des Drachensports ist, oder aber die Vielzahl der Möglichkeiten diesen Sport mit Freude auszuüben. Vieles ist neu und am Anfang recht unverständlich. Vielleicht ist es mit deinem Bewegungsapparat vorläufig noch nicht zu vereinbaren. Aber mit der Zeit, wird´s schon klappen...versprochen !!

Ich selbst habe alle erdenklichen Fehler selbst gemacht und spreche daher auch aus eigener Erfahrung. Deshalb möchte ich einiges, was man falsch machen könnte, dem geneigten Drachensportler ersparen. Schliesslich möchte ich ja nicht, daß du deinen neuen Drachen in die Ecke pfefferst und voller Frust den 9.99 € hinterherweinst. Denn soviel kostet normalerweise ein Aldibo.(Aldibomber)

Eigentlich ist immer Drachenflugzeit, nicht nur im Herbst. Sobald Wind vorhanden ist, ist auch Drachenflugzeit. Da aber im Binnenland manchmal der Wind etwas zickig ist, nutze das ganze Jahr, um deine Drachen zu lüften. Am besten, bei jeder sich bietenden Möglichkeit. Je öfter du an den Leinen hängst, um so besser wirst du diesen Sport ausüben können. Hier nun die ersten grundlegenden Fehler, die einen Newbee (Neuling) immer wieder verzweifeln lassen.

Der falsche Aufbau des Kite :

Da werden die unteren Stäbe (untere Querspreize = UQS) durch die Waage gesteckt. Segelspanner (Standoffs) vergessen, die Waage verdreht und falsch angeknüpft, weil man mit diesen komischen Ringen am Ende der Waage nicht klar kommt. Also machen wir doch einfach mal ´nen Knoten "wird schon halten." Das klappt in den seltensten Fällen. Heutige Lenkdrachen sind nun mal anders konstruiert. Gehen wir mal davon aus, der Drachen ist richtig aufgebaut wurde und die Leinen richtig angebuchtet. (Buchtknoten = sich selbst festziehender und leicht lösbarer Knoten)

Von wo kommt der Wind?

Wenn du deinen Drachen starten willst und nicht weißt, von wo der Wind kommt, dann werfe einen Büschel Gras in die Luft. In die Richtung in die das Gras fällt, bläst der Wind. Genau in diese Richtung stellst du dich, und zwar so, daß der Wind dir in den Nacken bläst ! Drachenflieger haben niemals Wind von vorn !

Jetzt ist der Wind da, aber zu wenig.

Alle Drachen die sehr preiswert sind, sind Drachen mit einem Gestänge, welches sehr schwer und biegsam ist, (Glasfaserstäbe oder auch GfK genannt ) damit es auch Bruchlandungen (Spatenlandung) übersteht. Genau das ist es auch, was den Frust auslöst. Der Drachen ist zu schwer und braucht mehr Wind. Der beste Drachen startet nicht, wenn kein Wind oder zu wenig Wind da ist. Es sei denn, man fliegt Indoor. (ohne Wind-Hallenfliegen-mit-super–Leicht-Wind-Drachen = SUL) Alle Aldibo`s brauchen mindestens 3 bft Windstärke, um annähernd aus den Pötten zu kommen. Das gleiche gilt für Lidl, Plus und Billigdrachen bei einem bekannten Auktionshaus.

Die Leinenlänge wird falsch gewählt, bzw. beim Start nicht abgewickelt :

Mit kurzen leinen fliegen nur Experten in der Trick-Szene. ( 8 m und kürzer) Komischerweise tun es Anfänger aber auch. Die Leinen sollten grundsätzlich abgewickelt sein, also min. 25 m. Natürlich müssen beide Leinen gleichlang sein !! Diese schönen, bunten mitgelieferten Plastikrollen, sollten schnellstens gegen einfache Handschlaufen ausgetauscht werden. Die Leinen sollten bei Billig-Drachen ggfls. ausgetauscht werden.
( Diese Leinen dehnen sich wie Kaugummi) Das erfordert natürlich zwingend den Kauf eines Winder´s (Aufwickelhilfe). Wenn die Leinen abgewickelt sind, der Drachen richtig aufgebaut ist, der richtige Wind im Nacken zu spüren ist, dann kann man starten. Aber wie?

Der erste Start :

Am besten mit einem Helfer, der den Drachen in Position bringt. (Windrichtung) Mit derDrachenspitze nach oben ! Der Helfer sollte nicht zwischen den Leinen stehen. Ihr schmunzelt, aber die Realität ist manchmal an Unwissenheit nicht zu überbieten. Der Pilot hält bitte die Leinen auf Spannung. Nicht dem Helfer den Drachen wieder aus der Hand reissen, sondern leicht gespannt. Die Arme des Piloten bleiben vorne, ein wenig nach oben gehalten (über Kopfhöhe). Dann sollte der Helfer den Drachen nach oben werfen und der Pilot wird feststellen, daß der Drachen wie ein Pfeil nach oben schießt, ohne daß der Pilot sich bewegt hat. Er kann die Arme zeitgleich, schnell nach unten durchziehen, (am Ar... vorbei *g*) und zusätzlich einen Schritt zurückmachen, um dem Drachen den Höhenflug zu erleichtern. Die Arme des Piloten gehen dann in die Neutralstellung zurück. (Arme leicht gestreckt, beide Hände zusammen und evtl. leichtes Lenken.)

Bitte versuche erstmal nur, den Drachen in der Luft zu halten. Leichter zug rechts und der Drachen fliegt nach rechts, leichter zug links und ?..richtig, er fliegt wieder nach links. Die Arme auszubreiten um die Wiese zu umarmen führt nur dazu, daß du schlechter nach rechts und links lenken kannst, also laß die Hände vorne. Ein zug rechts bedeutet nicht, daß du einen Hieb von mitte innen, nach rechts außen vollführst, sondern deine rechte Hand kurz auf deine Körpermitte zuziehst, um dann wieder die Hand in eine neutrale Position zu bringen (= beide Hände gleichlang vorn)

In der Luft :

Sobald dein Drachen an Höhe gewonnen hat, und du den Druck an den Leinen spürst, ist deine vorrangige Aufgabe, den Drachen erst einmal in der Luft zu halten. Fliege ihn nur in entsprechender Höhe, halte deine Arme fast ausgestreckt vor deinem Körper ! Jetzt beginne, wenn der Drachen am Windfensterrand weniger Fahrt hat, den Drachen zur anderen Seite zu lenken, indem du eine Hand, kurz aber nicht zu heftig, zurückziehst. Du wirst sehen, der Drachen bewegt sich dann wieder quer durch das Windfenster auf die andere Seite. Keine Panik...... laß dem Drachen die Zeit um sich in die andere Richtung zu drehen und versuche nicht, ihm zusätzlich durch noch mehr zug zu helfen. Der Drachen macht das alles allein !*g* Wenn du das 10 mal geschafft hast und der Drachen bleibt oben, dann hast du die erste große Hürde schon genommen.

Die ersten Loopings :

Wenn du es geschafft hast, den Drachen in der Luft zu halten und er dir nicht abgeschmiert ist, kannst du die ersten Loops probieren. Aber bitte langsam und behutsam. Wir haben gelernt, daß der Kite, wenn du links ziehst und du wieder zurück in die neutrale stellung gehst, nach links fliegt.

Jetzt fliegst du weit nach oben und machst die gleiche Bewegung (links oder rechts zug) behälst aber die auslösende Hand in der Zugstellung und führst sie nicht zurück. Dadurch macht der Drachen eine volle Drehung und du hast es geschafft, deinen ersten Loop zu fliegen. Vergiss aber bitte über deinen Erfolg nicht, nach dem Loop die Hände wieder zurück in die Neutralstellung zu bringen und zwar dann, wenn die Nase des Drachen oben ist ! Wenn nicht... dreht der Drachen freudig weiter, bis er in den Boden schlägt. :-(

Hiiiiilllfeeee und jetzt ? Landen ohne Stress !

Du hast es geschafft ! Der Drachen bleibt in der Luft und die ersten Richtungsänderungen gehen dir zügig von der Hand. Die ersten Loopings werden von deinen Freunden bewundert. *g* Nun kommen wir zur Landung.

Möglichkeit 1.

Du läßt den Drachen so lange seitwärts aus dem Windfenster fliegen, bis er von selbst runterfällt. Ist eine Möglichkeit, sieht aber besch..... aus :-(

Möglichkeit 2.

Du lenkst den Drachen an den Windfensterrand und behälst die Nase des Kite oben! Das erreichst dadurch, daß du abwechselnd rechts/links versuchst, das Abkippen des Kites zu korrigieren. Gleichzeitig gehst du ein paar Schritte auf den Drachen zu. Du wirst sehen, der Drachen schwebt (mit der Nase nach oben) gaaaanz laaangsam zu Boden. Einen oder zwei zusätzliche schnelle Schritte nach vorne, kurz bevor er auf den Flügelspitzen aufgesetzt hat, und der Drachen legt sich auf den Rücken. So einfach ist das *g*

Der Neustart ohne Helfer !

Nachdem der Kite vorschriftsmäßig gelandet wurde, nämlich auf den 2 Flügelspitzen, kannst du nun versuchen den Kite ohne Hilfe zu starten. Halte deine Arme in Augenhöhe und nimm die Leinen auf Spannung, aber nicht soviel, daß der Kite auf den Bauch fällt. Schlage zügig bis schnell, mit deinen Armen nach unten, und zwar an deinem Ar...vorbei. Evtl. gleichzeitig einen Schritt zurück und der Kite hebt sich schnurgerade in den Himmel. Du benötigst allerdings den entsprechenden Wind. Wenn der Wind es zuläßt, dann wird es dir leicht fallen alleine zu starten. Sollte der Kite auf die Nase nach vorne abkippen, liegt der Drachen "tot" (Dann gibt es keinen Trick mehr, um deinen Kite alleine zu starten, und du mußt leider zum Kite laufen.) Allerdings gibt es Kite`s die auch das schaffen, aber das zu erklären würde den Rahmen sprengen.


Fortsetzung folgt.